Fahrradgeschichten 21 - Antoine wird vergessen

21. April 2008 at 10:20 | In Fahrrad |
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Fröhlich mit dem Fahrrad in die Stadt gefahren und dann schnell in einen großen Elektronik- und Musikfachhandel gegangen, in dem sie einmal nicht wußten, was eine antistatische Kohlefasernschallplattenbürste ist. Sie hatten dann doch eine da.

Jedenfalls kann man aus dem Laden untenrum direkt in die U-Bahn-Station gehen, was ich auch tat - ohne auch nur ein bißchen an Antoine zu denken. Abends zu Hause fiel er mir dann mit einem Male wieder ein. Doch ich Rabenfahrradhalterin hatte überhaupt keine Lust, noch einmal loszufahren, um ihn einzusammeln - obwohl ich ihn schnell nur an sich selbst und nicht an so einem Laternenpfahl festgeschlossen hatte.

Am nächsten Morgen machte ich mich dann mit der U-Bahn auf den Weg zu jenem Fachhandel, damit rechnend, daß Antoine noch da ist, und gleichzeitig damit rechnend, daß er nicht mehr da ist. Nach dieser Nacht in einer wenig vertrauenerweckenden Ecke.

Er war noch da. Nicht einmal nicht festgeschlossen wird Antoine mitgeschnackt.

* * * * * * * * *

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6 Kommentare »

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  1. Der arme Antoine, was der alles durchmachen muss. Wie gut, dass ihm nichts passiert ist. Dann hättest Du sicher nie wieder ruhig schlafen können und das schlechte Gewissen hätte Dich aufgefressen.

    Kommentar von bosch — 21. April 2008 #

  2. Gibt es das denn: Fahrradmitschnacker?

    Kommentar von DJ Brutalo — 22. April 2008 #

  3. Glück, reines Glück, dass Antoine noch da war! Wobei: Es läuft abends zumindest im Bahnhof recht viel Hochbahnwoche, DB-Wache, BGS und Polizei herum.
    Wenn ich mein Worldcup96-Fahrrad mit Platten wo stehen lassen habe, bin ich bei Nacht und Nebel noch los, um es zu holen. Allerdings nur in Gefahrenzonen, also in Uninähe.
    Bist Du eigentlich schonmal alle unterirdischen Gänge rund um den Hauptbahnhof abgelaufen? Ich entdecke immer wieder neue, z.B. geht es von der U1 auch direkt auf Gleis 3/4 wo wiederum die S3 fährt.

    Kommentar von Grenzquell — 23. April 2008 #

  4. @DJ Brutalo: Das nennt man dann Birotaphilie. Wer weiß - vielleicht gibts das.
    Armer Antoine, nachts allein auf der Straße. Er muß ein sehr liebevolles Fahrrad sein, daß er Ladykinkling noch trägt.

    Kommentar von Claudia — 24. April 2008 #

  5. ad bosch: Dann hätte ich halt ein neues Fahrrad gekauft

    ad DJ Brutalo: Fahrräder werden beim Mitschnacken nicht groß gefragt

    ad Grenzquell: Worldcup96 klingt so, als wäre ich dafür auch nochmal losgefahren.
    Am Hauptbahnhof ziehe ich für gewöhnlich oberirdische Wege vor, deswegen bin ich unten noch nicht so weit gekommen

    ad Claudia: Antoine hat auch lady-kinkling viel zu verdanken

    Womöglich bemerkt Ihr eine gewisse Resignation.

    Kommentar von lady-kinkling — 25. April 2008 #

  6. Oh-ho, ich bemerke doch eine gewisse Nachlässigkeit zum treuen Fahrrad.
    Übrigens: So wertvoll ist Worldcup96 nicht, ich meine 1996 ist 12 Jahre her.

    Kommentar von Grenzquell — 13. Mai 2008 #

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