Ein Freund, ein guter Freund

8. Juli 2007 um 14:35 | Veröffentlicht in Hamburg, Herübergehört | 2 Kommentare

Gestern mußte ich auf dem Heimweg von der Arbeit in der Bahn ein Telefongespräch mit anhören: Ein gebürsteter, mir nicht sonderlich sympathischer Anzugträger ruft in lässigem, eine Spur zu lautem Tonfall offenbar einen Freund an:

„Hallo! Du, ich krieg’s nicht gebacken, zu deiner Hochzeit zu kommen. Ich kann den Termin so kurzfristig nicht verschieben, und ich komm auch erst am Freitagmorgen aus London zurück.“

(Der andere spricht)

„Ich find’s insofern sehr schade, als es so schnell wahrscheinlich kein zweites Mal geben wird…“


Die Frau mir gegenüber und ich schauen einander plötzlich etwas fassungslos an.

„… zumindest nicht in der Besetzung.“

Und hier müssen wir lachen.

„Sag mal, weil das jetzt so kurzfristig war: Wolltest du eigentlich mit Klaus in Wettbewerb treten?“

An dieser Stelle mußte ich leider aussteigen…

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2 Kommentare »

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  1. Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt …

    So, genug geflötet. Schade, dass es für solche Leute keine Erste-Klasse-Abteile mehr gibt. Vermutlich hat man diese mit Einführung der Mobiltelefonie extra abgeschafft, damit alle Welt diese Art von Gesprächen mithören kann.

    Und noch: Schade, dass Du aussteigen musstest. Sonst hätten wir vielleicht noch erfahren, ob der Wettbewerb mit Klaus darin bestand, als erster dieselbe Frau zu heiraten. Aber vielleicht finden wir in einem anderen Blog ja die Fortsetzung zu dieser Geschichte. Leute, die lautstark in der Bahn telefonieren, achten schließlich stets darauf, dass ein ausreichend großes Publikum anwesend ist, das ihnen zuhört. Vielleicht war ja auch der eine oder andere Blogger dabei?

  2. Das sind Geschichten, wie ich sie liebe ! Aber leider ist der Hintergrund mir doch etwas zu düster. „In der Besetzung nicht noch mal heiraten…“ ist zwar lustig für Außenstehende, aber als Bräutigam wäre vielleicht durch das Telefon gekommen – vor Empörung. Sicher wird die Hochzeit auch ohne den Anzugträger ganz schön.
    Allerdings weiß ich jetzt: Langfristig einladen, da gilt dann nicht mehr jede Ausrede.


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