Fahrradgeschichten 16 – Antoines neuer Bordcomputer

24. August 2007 um 16:14 | Veröffentlicht in Fahrrad, Hamburg | 11 Kommentare

Glaubt es oder nicht: Heute ist ein historischer Tag, denn Antoine fährt erstmals mit Geschwindigkeitsmeßgerät und Kilometerzähler – alles in einem natürlich. Ich hätte ja am liebsten so einen Tacho mit Zeiger gehabt, aber als ich den B.O.C., den Fahrradzubehörhändler meines Vertrauens, aufsuchte, stellte ich fest, daß es heutzutage (natürlich) nur noch „Fahrradcomputer“ gibt. Eine Computerabteilung im Fahrradladen. Der B.O.C. (Keine Ahnung, was die Abkürzung heißen soll) ist übrigens ein großartiges Geschäft. Früher wohnte ich dort – seinerzeit in Bahrenfeld – direkt um die Ecke, sonst hätte ich ihn vermutlich nie kennengelernt, und gestern kam ich zufällig dran vorbei. Da gibt es wirklich alles, was das Fahrradherz begehrt.

Für Antoine nahm ich natürlich den billigsten Bordcomputer. Immerhin kann der nicht nur Kilometer zählen und die Geschwindigkeit messen, sondern er zeigt auch die Uhrzeit an und speichert die Höchstgeschwindigkeit (Antoine kann sich das immer nicht merken). Es gelang mir sogar, das Ding anzubringen, auch wenn ich zunächst vor die Frage gestellt wurde, woher der Magnet an der Speiche weiß, welchen Durchmesser das Rad hat? Ich werde das glaub ich nie verstehen. Aber egal – es funktioniert, und Antoine wußte nicht, ob er lachen (vor Freude) oder weinen (vor Rührung oder weil es das billigste Gerät war?) sollte. Ich glaube, die Freude überwog. Eigentlich sah er stolz wie Oskar aus.

Leider sind so längere Reisen wie in jüngster Vergangenheit derzeit nicht abzusehen; Antoine und ich fahren entweder zur Arbeit oder zur Uni und so. Aber für diese Wege wird es hier demnächst harte Fakten und nackte Zahlen geben.

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Als Antoine noch bordcomputerlos war:
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn

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Hundecontent

22. August 2007 um 23:13 | Veröffentlicht in Heimat, Picture Book | 3 Kommentare
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Man kann ja alle möglichen kleinen Eisbären Tiere niedlich finden. Und auch SchildkrötenContent kann (wie ich finde) verdient sein. Aber was will man schon mit fernen Eisbärchen (von Katzen nicht zu reden), wenn es herzallerliebste Hündchen wie dieses gibt:

(Maxi starb 2001 im Alter von 11 Jahren an Mageneingangskrebs. Wie bei jedem Eurasier entschlappten sich seine Ohren im Laufe der Zeit. Er konnte Amseln fangen, im Meer schwimmen, Türen öffnen und Walnüsse knacken. Er stand gleichermaßen auf Rüden und Weibchen, aber nicht auf Jogger. Nachdem einmal ein Streit mit einem Hundeschlägertrupp eskaliert war, entfleuchte er und irrte drei Tage lang alleine durch Kölns Straßen, bevor man ihn wiederfand. Danach fürchtete er sich unter Brücken. Weil ich als einzige in der Familie nie so richtig warm mit ihm wurde, fraß er einmal alle meine St.-Martins-Süßigkeiten auf. Von alledem wusste er zum Zeitpunkt dieses Bildes aber noch nichts.)

Höhere Mathematik

22. August 2007 um 13:29 | Veröffentlicht in Herübergehört | Hinterlasse einen Kommentar

Zwei Jugendliche unterhalten sich in der S-Bahn lautstark über ein Mädchen. Der eine erzählt seinem Freund:

„Die war schon immer ein Buch mit sieben Siegeln. Aber jetzt hat sich das verdoppelt: Vierzehn Siegel!! Mindestens!!“

Möwe

16. August 2007 um 22:26 | Veröffentlicht in Hamburg, Picture Book | 1 Kommentar

Oh my ears and whiskers, how late it’s getting!

Quick, now!*

Deswegen nur schnell ein Bild von Finkenwerder, bevor die Reise losgeht – und zu Elvis‘ Todestag

*The White Rabbit

Fahrradgeschichten 15 – Antoine freundet sich mit einem Busfahrer an

7. August 2007 um 0:03 | Veröffentlicht in Fahrrad, Hamburg | 5 Kommentare

Gestern – an einem Sonntag also – standen Antoine und ich wartend an einer Ampel, als sich von links ein Bus näherte. Es war ein wunderschöner Tag, strahlend blauer Himmel, warm und sonnig. In dem Bus waren keine Fahrgäste, und der Busfahrer fuhr mit offener Vordertür und hatte laute Musik an. Das fand ich so nett, daß ich unvermittelt lachte. Der Busfahrer, ein älterer Mann mit grauen Locken, lachte auch.

Danach freute er sich, glaube ich, nicht mehr so, denn nachdem für alle die Ampeln grün gewesen waren, schlugen der Bus und Antoine die gleiche Straße ein. Auf der mochte ich den Radweg nicht benutzen, da er so lumpig und holprig ist – wie übrigens viele Radwege in Hamburg, aber das nur nebenher. Ich fuhr zwar in einem Affentempo, aber der Bus blieb die ganze Zeit direkt hinter mir. Mangels Passagiere mußte er auch an keiner der Unterwegshaltestellen (ein Wort aus der Bahnsprache) anhalten. Da es für mich keine Möglichkeit gab, Platz zu machen, bekam ich schon ein schlechtes Gewissen und fragte mich, wie ich mich da so abhetzte, ob es Busfahrern grundsätzlich verboten sei, Radfahrer zu überholen. Irgendwann standen wir doch noch einmal nebeneinander an einer Ampel, und der Busfahrer rief mir zu: „Ich hätt dich ja auch ein Stück mitnehmen können!“

Natürlich wähle ich gerade bei so wunderbarem Wetter und für weitere Strecken nicht zufällig meinen Antoine als Fortbewegungsmittel. Deswegen rief ich zurück: „Bei dem schönen Wetter!“ oder so ähnlich. Ich weiß nicht, ob der Busfahrer das verstanden hat, ich wollte das Busfahren auch nicht im Allgemeinen abwerten, aber als wir erneut auf gleicher Höhe waren und ich dem Busfahrer zum Abschied winken wollte, hatte er die Tür geschlossen und sauste davon.

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Übrigens spiele ich seit diesem Tag ernsthaft mit dem Gedanken, Antoine mit einem Tacho & Kilometerzähler auszustatten.

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Frühere Fahrradgeschichten:
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, vierzehn

Auf der Elbe

6. August 2007 um 11:24 | Veröffentlicht in Beat Beat Beat, Hamburg, Picture Book, Starstruck | 1 Kommentar

Diese fabelhafte Aussicht ist einer Fahrt mit Frau Hedis Tanzkaffee zu verdanken, wo es nicht nur einen Zeppelin zu sehen gab, sondern auch die ebenfalls wunderbare musikalische Untermalung des Abends den Jungs und Mädels von Biff Bang Pow zu verdanken war.

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