Stationen einer Jugend

30. Dezember 2007 um 12:00 | Veröffentlicht in Beat Beat Beat, Heimat | 1 Kommentar

Mein Heimatort ist ziemlich klein. In zehn Minuten ist man durch. Mein letzter Rundgang anläßlich der nun endlich vergangenen Weihnachtstage führte mich zufällig an einigen der Stationen vorbei, die meine musikalische Karriere prägten. Kleiner Rundgang, kleine Auswahl:

Am Ende der Stadt befand sich früher der Plattenladen robot records. Ein Jammer und kein Wunder, daß er erst an eine weniger prominente Stelle zog und schließlich ganz schloß – da wohnte ich allerdings schon nicht mehr dort. Von meinem 13. bis zum etwa 20. Lebensjahr trug ich regelmäßig meine jeweils ersparten 26,90 DM zu robot records und erstand erst eine Beatles-, dann eine Kinks- und schließlich eine Monkeesplatte nach der anderen.
In die Räumlichkeiten war nicht, wie befürchtet, eines dieser Billig-Mobil- und Telefonier-Ramsch-Internetcafés eingezogen, sondern ein Trödel- und Kaffeetrink-Café, das sogar einen recht freundlichen Eindruck machte:


In diesem einladenden Gebäude befand sich seinerzeit die Musikschule. Diese Zweigstelle gibt es heute auch nicht mehr, genausowenig wie den einst belebten Kiosk untendrin. Hinter dem Fenster unten rechts hatte ich jeden Donnerstagnachmittag Gitarrenunterricht. Ich übte nie, aber mein Gitarrenlehrer war nett, und heute kann ich nur noch „Here comes the sun“ spielen:

Ab und zu fanden selbst in Mönchengladbach Plattenbörsen statt. Hier trug ich das Geld hin, das sich bei robot records mangels Angebot nicht ausgeben ließ, und fand dafür einige Goldstücke. Jetzt scheinen sie nicht mehr so regelmäßig stattzufinden:

Dann besuchte ich in der Stadtteilbücherei das Buch, das ich von meinem 13. bis 17. Lebensjahr Sommer für Sommer erneut auslieh (Dann erschien es neu und ich erwarb es ehrlich). Seither habe ich es nicht gesehen.
Der Einband ist neu gemacht und nicht mehr schwarz, es finden sich keine Sandkörner vom südfranzösischen Mittelmeerstrand mehr darin, doch die Gebrauchsspuren stammen sicher alle von mir:

* * * * * * * * *
An dieser Stelle Michael Nesmith einen recht herzlichen Glückwunsch zu seinem heutigen Geburtstag!

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1 Kommentar »

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  1. Ich mag diesen leicht melancholischen Blick zurück. Wenn ich je in (wie heißt es noch mal ?) Rheyd, nein Rheydt wäre, würde ich mir vielleicht dieses Buch anschauen, wenn ich Zeit hätte.
    Ich hatte auch meine Lieblingsbücher, aber mit den Beatles habe ich mich so gut wie nie befasst. Es gibt in der Stadtbibliothek Bamberg ein House-/Techno-Buch. Die DJs die da vorgestellt werden und die Musik die da präferiert wurde gibt es aber kaum noch. Im Gegensatz zu den Beatles hat die Musik sich auch nicht so ins kollektive Gedächtnis eingegraben, so dass diese Art von Techno und House eigentlich schon Geschichte ist… Ja, mehr weiß ich nicht zu sagen, außer, dass die 90er Jahre inzwischen schon langsam so fern scheinen, wie einst die 80er Jahre. Daher ist es egal, ob man Jam & Spoon oder die Beatles mag, die Zeit rast schnell weiter. (Soll kein Vergleich sein!)

    Ein guten Start ins Jahr, wünscht Grenzquell. P.S. Ich kann jetzt nicht mehr so spontan antworten, denn ich darf tagsüber nicht mailen.


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