Fahrradgeschichten 31 – Ein Tag mit Gigi.

15. Dezember 2008 um 19:26 | Veröffentlicht in Fahrrad, Herübergehört | 4 Kommentare
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Mit Gigi zur Arbeit gefahren. Ganz schön kalt im Moment. Dort werde ich gefragt: „Und dein Fahrrad, steht es jetzt ganz allein unten?“ – Ich: „Naja, in der Tiefgarage, wie immer.“ – „Nicht, daß es da friert oder so?“, ist die Antwort. Ich sage: „Es ist ja gestählt.“

Dann auf dem Heimweg gerate ich an eine polizeibewachte Absperrung an irgendeiner Botschaft mit einem Schild „Fußgänger; Ende des Radwegs“. Es gibt eine Schranke und ein halbgeöffnetes Tor. Ich steige ab und frage, ob ich da jetzt nicht durchkann? „Doch klar“, antwortet die ganz freundliche Polizistin, „hier rum vorbei.“ Ich mache Anstalten, das Rad durch jenes Tor zu schieben. „Nein, hier an der Schranke vorbei“, sagt die Polizistin. „Okay“, sage ich, „ich dachte, hier rum geht’s auch.“ – „Das war jetzt Frauenlogik“, sagt die Polizistin. Ich: ???

Egal. Weiter geht’s. An einer gut beleuchteten und nicht sehr befahrenen Straße hält vor Gigi und mir ein Auto am rechten Fahrbahnrand und die Fahrertür wird geöffnet. Bevor ich reindonnere, weiche ich gekonnt aus – solche Situationen kennt man ja. Daß die sich auch einfach nicht umgucken. Der Fahrer steigt aus und brüllt mich an: „MACH GEFÄLLIGST LICHT AN!!!!“ – Ich brülle zurück: „Ich habe Licht an!“ Es stimmt; mein Licht ist nur ganz leicht batteriegeschwächt. Die Leute gucken sich um. Ich glaube, er rief noch „BLÖDE KUH!“ hinter mir her, aber da hielt Gigi mir schon die Ohren zu.
Ich sage: Das muß nicht sein.

* * * * * * * * *

Ältere Fahrradgeschichten: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn, sechzehn, siebzehn, achtzehn, neunzehn, zwanzig, einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig, fünfundzwanzig, sechsundzwanzig, siebenundzwanzig, achtundzwanzig, neunundzwanzig, dreißig

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4 Kommentare »

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  1. Na, ich hoffe nicht, das Gigi jetzt emotional verkümmert oder verbittert und verhärtet wird von den Unbillen der Hamburger Verkehrswelt.
    By the way:
    Ob Autos auch irgendwann den Charakter vom Fahrer annehmen? Oder umgekehrt? Wahrscheinlich schon, ist ja bei Hund und Herrchen auch so sagt man.

  2. ad 1.) Polizistenlogik
    ad 2.)Aggressive Autofahrerlogik
    Richtig unangenehm wirds erst, wenn man 1 + 2 kombiniert. Also sei froh!
    P.S. Ein schönes Foto hast Du da mit meinen rosa Ohrschützern gemacht, dem Stolz meiner KIndergartentage. Das hätt ich mir vor 20 Jahren auch nicht träumen lassen…

  3. ad hmilch: Ach, Gigi steckt das weg. Dafür hat er genügend Fahrradstolz.

    ad Caroline No: Es gibt die auch noch in rot.

  4. Sicher gibt es die noch in allen möglichen Farben.


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