Arriving in Liverpool

23. Juli 2009 um 11:08 | Veröffentlicht in Starstruck, Städtereisen | Hinterlasse einen Kommentar
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Wenn man an der Lime Street Station in Liverpool ankommt, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder guckt man in die eine Richtung und sieht die riesige St. George’s Hall, die historischen Museen und die Bibliothek. Oder man schaut in die andere Richtung, wo im Moment hinter einer Baustelle ein Riesenbusbahnhof mit einem häßlichen Hotel ist und wo man vom Charme der Stadt wirklich noch so gar nichts erahnen kann. Selbstverständlich war letzteres mein erster Eindruck. Von dem habe ich ja auch schon ein bißchen erzählt.

Aber nach einer ruhigen und friedlichen Nacht am Sefton Park habe ich mich am ersten Tag erst einmal so umgeschaut. Zuerst bin ich in die Nightingale Lodge umgezogen, mein Hostel in einem ziemlich schönen Gebäude, das am südlichen Rand des Univiertels liegt. Das Hostel ist recht groß und war unter der Woche auch recht leer, erst am Wochenende war es im Frühstücksraum dann richtig voll. Vorher war ich immer fast alleine dort. Es gibt alles, Waschmaschinen, Küche, Schließfächer – letztere nur leider auch im Keller. Auf den Etagen wäre das schon praktisch gewesen.

Naja. Ich bin also am ersten Tag bei Sonnenschein erst mal losgestiefelt und ein bißchen herumgelaufen: An der Cathedral vorbei, Chinatown, das Univiertel eben, und bin schon an den ersten wichtigen Orten vorbeigekommen: dem Phil, durch die Mathew Street, dem Liver Building zum Mersey Travel, um zwei Tageskarten zu kaufen, denn am nächsten Tag wollte ich meine Fährfahrt machen. Sonst bin ich weitgehend zu Fuß gegangen oder hab mal ein Busticket gekauft. Das Bussystem ist leider ganz extrem unübersichtlich. Es fahren verschiedene private Unternehmen dieselben Strecken, oder manchmal fahren sehr ähnliche Nummern sehr unterschiedliche Strecken. Ich hatte immer meinen Beatles-Reiseführer von Beate Baum in der Tasche, ohne den ich geradezu aufgeschmissen gewesen wäre.

Ich bin dann relativ früh zurück ins Hostel. Ich mußte ja noch die Tage in London verarbeiten und war schon fünf Tage lang rumgelaufen. Ich hatte nur eine schweigende Mitbewohnerin im Zimmer, die um neun schon schlief und morgens auch schlief, die ich also fast nie gesehen habe.

Das war also Montag, Tag 1, in Liverpool. Originalbericht von Dienstag, Tag 2, ist hier zu lesen. Aus Hoylake auf the Wirral, wo ich mit der Fähre hingefahren bin, kommt Cynthia Powell, John Lennons erste Frau. Es ist ein hübsches kleines Dorf, in dem ich ihre Straße aufsuchte (auch John hat hier zeitweise gewohnt), an deren Ende sich dann eben auf einmal das Meer befand, an dem ich dann spazierenging. Das war ziemlich schön. Ich weiß, man kann es etwas verrückt finden, all diese Orte aufzusuchen. Aber für mich war es sehr, sehr beeindruckend. Die Fähre ist von Gerry & the Pacemakers übrigens so besungen. Seufz.

Mittwoch, Tag 3, steht dann hier. Tag 4, Tagesausflug nach Manchester, und weitere folgen.

Magical Mystery Tour

11. Juni 2009 um 13:40 | Veröffentlicht in Beat Beat Beat, Starstruck, Städtereisen | 2 Kommentare
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Gestern war grosser Beatles-Ueberwaeltigungstag. Es begann mit der Innenbesichtigung der childhood homes von John and Paul – Mendips, wo John Lennon mit seiner strengen Tante Mimi lebte, und 10, Forthlin Road. Es war schlicht grossartig, diese Haeuser von innen zu sehen, besonders das von John natuerlich, aber das ist eine subjektive Einschaetzung. Diese kleine Bustour organisiert der National Trust und das MUSS man einfach machen, als Beatlesfan jedenfalls.

Nach einer sonnigen Mittagspause an den Albert Docks (ungefaehr das gleiche wie die Hamburger Speicherstadt) stieg ich in den Magical Mystery Tour bus, der einen an den wichtigsten Stationen in Woolton, wo John, Paul und George herkommen, und Dingle, wo Ringo geboren wurde, vorbeikarrt, und durch die Peny Lane gurkt. Das ist schon toll …

Danach regnete es tatsaechlich etwas, aber es stand noch die Beatles Story, das relativ neue Beatlesmuseum an den Albert Docks, an. Ich muss sagen, es ist ganz nett und sehr liebevoll gemacht (Orte nachgebaut), und es gibt ein paar Originalstuecke zu betrachten, aber wenn man eh schon alles ueber die Beatles weiss, erfaehrt man dort nichts neues. Am Ende folgt dann noch eine nett gestaltete Ecke fuer jeden Solo-Beatle (fuer George indische Kissen und fuer John weisse wie beim Bed-in). Im Ganzen: ganz okay. Aber dann kam dann um die Ecke recht ueberraschend noch ein weisser Raum mit weissem Fluegel, in dem Imagine gespielt wurde, und das war schon, muss ich sagen, sehr sehr ruehrend.

Anschliessend war ich in der Chinatown essen, der aeltesten von, keine Ahnung, England oder so, also sehr authentisch. Dann noch im Grapes, wo die Beatles vor und nach ihren Auftritten im Cavern immer getrunken haben, weil der Cavern damals keine licence hatte; dort haben mich aber zu laute Musik und mitsingende Touristen vertrieben. Dann noch ins Jacaranda, auch einer der ersten Auftrittsorte.

Heute habe ich einen Tagesausflug nach Manchester gemacht. Bin froh, dass ich das noch geschafft hatte. Sagte ich schon, dass heute echt schoenes Wetter ist?

Ferry ‚cross the Mersey

9. Juni 2009 um 21:09 | Veröffentlicht in Starstruck, Städtereisen | Hinterlasse einen Kommentar
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I like it, I like it. Took the Ferry ‚cross the Mersey today. Fuhr nach Hoylake und stand ploetzlich am Meer (glaube zumindest, dass es das Meer war). Sehr schoen. Wunderbare Luft.

Auf der Faehre erzaehlte mir ein alter, sehr kleiner, hutzeliger Mann, dass er nicht versteht, warum sie dort im U-Boot-Museum ein deutsches u-Boot ausstellen, wo sie doch frueher alles getan haben, um ebendiese deutschen U-Boote loszuwerden. Er hat dort frueher selbst U-Boote gebaut. (Es gibt doch Liverpudlians, die sprechen.)

Habe danach noch Eleanor Rigby getroffen, war … ueberall, was in der Mathew Strreet mit dem Cavern und den Beatles zu tun hat. Besonders schoen war Ale und Scampi & Chips im Philharmonic Dining Room. dem schoensten Pub der Welt. Nein, Englands. Immerhin. John Lennon war auch gerne da. Auch im Ye Cracke, wo ich ein Kirschale trank und er seine erste Frau Cynthia zum ersten Date ausfuehrte und lebenslanges Hausverbot hatte (nicht deswegen).

Morgen folgt Beatles-Bus-Tag mit Magical Mystery Tour. Freu mich schon.

Liverpool. Auf den Spuren der Beatles.

8. Juni 2009 um 14:14 | Veröffentlicht in Städtereisen | 2 Kommentare
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Nach vier grossartigen und rasanten Tagen in London in bester Gesellschaft kam ich gestern in Liverpool an. Liverpool, wo ich seit etwa sechzehn Jahren hinfahren will.

Ich hatte es mir immer klein und industrieromantisch vorgestellt und mit Beatles an allen Enden. Aber der erste Eindruck, als ich an der Lime Street ankam, war sehr gross und sehr haesslich. Die Menschen sind entweder sehr alt oder sehr haesslich, mit ein paar jungen Individualisten dazwischen, die garantiert zur art school gehen (Neid). Es laechelt hier keiner.

Den ersten Menschen, den ich nach dem Weg fragte, habe ich schon ueberhaupt nicht verstanden – nicht einmal, als er wiederholte, was ich sagte. Sehr abgefahrener Dialekt. Das einzige, was ich verstand, war „Go ask someone else“.

Als ich muehsam und mit schwerem Rucksack bepackt die bus station heraus- und gefunden hatte, stellte ich fest, dass sonntags der Bus nicht fuhr. Uebrigens regnete es. Aber dann kam ein freundliches cab daher und brachte mich zu meinem Hotel, das ich mir in der ersten Nacht goennte. Es war extrem still und erholsam dort mit sauberer Dusche und eigenem WC . Als ich heute morgen  aufwachte, schien die Sonne, und es gab englisches Fruehstueck.

Es wird alles gut. Mein neues Hostel ist gross und ordentlich. Ich freue mich auf die Magical Mystery Tour und die Faehrfahrt und am Freitag ist was im Liverpool Institute of Performing Arts zu sehen. Erkunde die Stadt heute erst einmal zu Fuss.

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